5:59 Uhr. Der Wecker klingelt. Ich schlage die Decke zurück. Mache den Wecker aus. Laufe in die Küche. Frühstücke ein wenig. Hallo Selbsthass! Gehe zurück in mein Zimmer. Öffne meinen Schrank. Ziehe Klamotten aus einem Fach. Laufe ins Bad. Dusche. Trockne mich ab. Setze mich auf mein Bett. Will mich anziehen. Sehe meine Beine. Fange an zu weinen. Ich werde lauter. Hysterisches Gekreische. Augen verschmiert. Egal. Blut, Blut, Blut. Egal. Pflaster drauf. Fünf Tage umsonst. Es ist egal. Kleidung an. Tasche packen. Pflaster nicht vergessen. Bücher, Bücher, zu viel Bücher. Schlüssel, Handy. Noch immer am weinen. Ich setze mich hin. Lege den Kopf in die Hände. Schluchze laut. Niemand hört mich. Keine Kraft mich weiter fertig zu machen. 7:14 Uhr. Ich bin zu spät dran. Egal. Schuhe an. Aus dem Haus gehen. Fahrradschloss losmachen. Los fahren. Tränen über mein ganzes Gesicht. Egal. Wo krieg ich Tabletten her? Jeden Morgen die gleichen Fragen, Gedanken. Nächstes Jahr bin ich alt genug. Schön. Ein typischer Morgen.

3 Kommentare:

  1. das tut mir leid, dass du solche gefühle in deinen venen spüren musst. ich würde sie dir gern alle nehmen, damit sie dich nicht mehr belasten können.

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  2. nein :( nein kalea nein nein nein :( nein, weißt du? nein

    nein

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