#21
"Ich weiß, du möchtest nicht darüber reden, aber wir müssen es doch tun.", fängt meine Mutter an. Genervt verdrehe ich meine Augen und blicke aus dem Autofenster, hinaus auf die Straße, die heute so leer ist. Genau, ich will nicht darüber reden! "Die SMS war ja wirklich ganz nett geschrieben, und du weißt ja, wegen dem Geld..." Weiter kommt sie nicht, denn ich unterbreche sie laut. "Aha, und ich soll jetzt, nur wegen dem Geld, mit ihm Kontakt haben? Ich will das nicht, ich will das einfach nicht.", murre ich. "Wie sollen wir das sonst anders machen, ohne das Geld? Ohne den Unterhalt würden wir es vielleicht nicht schaffen, und ich will ja nur, dass du auf seine Nachricht reagierst.", motzt sie mich an. "Nur wegen diesem verdammten Geld! Er hatte seine Chance. Außerdem hat er mir mein Leben versaut, bis ich einundzwanzig bin. Nichts kann ich machen, was ich vorhatte. Mein Auslandsjahr als Au Pair? Mit zweiundzwanzig? Und das Studium? Sag mir, wann kann ich das tun, was ich will?" "Ich weiß es doch, Kalea.", gibt sie kleinlaut zu. "Schreibe ihm eine SMS, eine E-Mail oder einen Brief, indem du sagst, dass es dir gut geht, und was du machst. Und schreibe ihm auch, dass es deine Entscheidung war und immer noch ist keinen Kontakt zu haben. Ich habe ja noch zwischen euch vermitteln wollen, aber wenn du nicht willst.", fährt meine Mutter fort. Mir geht es gut? Schön, dass du das denkst, Mama. Ich blicke aus dem Auto, der Wald, mit den blattlosen Bäumen, zieht an uns vorbei und ich höre sie fluchen. "Scheiße!", ruft sie, als ein silberner Golf ihr die Vorfahrt nimmt. "Ich werde ihm schreiben. Nach Weihnachten. Wenn ich irgendwann mal Lust dazu habe." "Wenn du nach deiner Lust gehst, wirst du das nie tun." Schweigend nicke ich ihr zu. Es war falsch ihr davon zu erzählen. Es war falsch zu sagen, dass ich ihn gesehen habe. Die letzten vier Jahre. Sie waren falsch. "Immerhin ist er dein Vater. Schreibe ihm, was du fühlst, und dass er es war, der dich verjagt hat." "Ha! Vater? Ich habe keinen Vater mehr, und das weißt du, ganz genau. Ich habe dich, Oma, Soraja und Andreas, Nora und Kies. Das ist meine Familie, und er gehört dort nicht mehr rein. Daran wird sich nichts ändern." "Sag ihm, dass zu viel in dir kaputt gegangen ist, durch sein Verhalten. Durch diese Frau. Du hast so lange durch ihn gelitten." "Ja.", gebe ich ihr knapp zur Antwort. Und ich leide noch immer.
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du schreibst so wunderbar! ich liebe es deine texte zhu lesen, kalea!
AntwortenLöschenküsse an dich, coco ♥
mag deinen blog und deine texte sehr!
AntwortenLöschenhttp://someday-photography.blogspot.com/
dass dein verhältnis zu deinem vater so schlecht ist, tut mir leid. vor allem ist es blöd, dass ihr davon abhängig seid, dass er unterhalt zahlt und du ihm deswegen antworten musst. an deiner stelle hätte ich darauf auch nicht die geringste lust. dein schreibstil ist toll. (: xoxo.
AntwortenLöschenkeine ursache und tut er wirklich. (:
AntwortenLöschenech toll dein blog ♥
AntwortenLöschenhttp://couse.you.are.my.heaven.over-blog.de/
Liz &'nd Chanel