Es ist lange her, dass ich hier meine Gedanken geteilt habe, die heute wohl niemand mehr lesen wird. So viele Dinge haben sich verändert, Menschen sind gekommen und gegangen. Und jetzt, neun Jahre später, fühlt es sich manchmal so an, als ob die Welt in Scherben liegt und dann wiederum als ob alles in Ordnung ist, in meiner kleinen Blase.
Inzwischen gehe ich zur Therapie, um etwas aufzuarbeiten, was vor kurzem passiert ist. Doch ich glaube die Zeit, als ich hier aktiv war, muss ich vielleicht auch aufarbeiten. Ein Freund meinte mal zu mir, dass der Spruch, dass stille Wasser tief sind, zu mir passt. Vielleicht wird das auch meine Therapeutin denken. Vieles schlummert noch tief in mir, es muss nur an die Oberfläche gelangen.
Mein Studium habe ich mit viel Ach und Krach, dem einen oder anderen Fast-Nervenzusammenbruch gemeistert. Wie, ist mir manchmal unerklärlich, aber geschafft ist geschafft. Drei Jahre sind eine lange und gleichzeitig eine sehr kurze Zeit. Ich habe in dieser Zeit meinen Lieblingsmenschen kennengelernt. Wahrscheinlich das Beste, was mir hätte passieren können. Meine Stütze, mein bester Freund, die bestmögliche Fügung.
Vielleicht fange ich ja wieder an regelmäßig etwas zu schreiben, für mich.
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