"Willst du wirklich die Schule wechseln?", fragt mich meine Mutter mit einem besorgten Ausdruck auf ihrem Gesicht. "Ja, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich auf dieser Schule mein Abi mache.", erwidere ich mit einem kaum merklichen Kopfschütteln. "Du weißt, was das heißen wird, oder?" Eine tiefe Falte verziert ihr schönes Gesicht, so viele Sorgen kann man darin lesen, wie aus einem Buch. "Ja Mama, das weiß ich. Aber ich schaffe meinen Abschluss hier nicht. Nie im Leben. Die Lehrer sind total inkompetent, zumindest die meisten. Außerdem hat die Schule einen schlechten Ruf, im Gegensatz zu der neuen Schule. Das weißt du doch." "Bist du dir wirklich sicher über den Wechsel?", hakt sie noch einmal nach. "Wir müssten uns weiter einschränken, ich weiß zwar nicht wie ... aber irgendwie bekommen wir das hin, nicht?" Ich nicke mit einem Lächeln auf den Lippen. Es ist aufgesetzt, doch solange ich glücklich aussehe, ist alles gut. Oder nicht? Ich weiß, dass die nächsten zwei Jahre nicht gerade toll werden. Ich weiß, dass keine großen Sprünge drin sein werden. Ich weiß, dass ich arbeiten gehen muss, um mir etwas zu kaufen, das ich mir wünsche. Ich weiß, dass es kein Spaziergang werden wird, doch ich will einen Neuanfang, irgendwie. Und dazu muss ich die Schule wechseln, weg von allen Leuten, von falschen Freunden, von unserem Schulhof, von dem schönen Oberstufenzentrum, das eigentlich nur schön ist, weil dort Computer stehen, weg von den Lehrern, die mir fast alle auf die Nerven gehen.
du hast einen blogaward bekommen! :-) http://life-is-too-short-to-even-care-at-all.blogspot.de/
AntwortenLöschen