#19
Der Wind peitscht mir ins Gesicht und ich laufe nur noch schneller den Weg zum Bahnhof entlang. Den Blick auf den Boden gerichtet schlurfe ich an den Schulen vorbei und stöpsel mir die Kopfhörer in die Ohren. Frierend stelle ich die Lautstärke höher, dann wieder leiser, vorbei an den grauen, schmutzigen Häusern. Ich blicke nach oben und sehe eine Freundin und lache sie an, sie tut es mir nach. Auf der anderen Straßenseite steht eine der Schlampen, mit denen Leika befreundet ist. Oder war. Allein schon genervt von ihrem Anblick verdrehe ich die Augen und renne stur weiter. An der Ecke umarme ich kurz meine Freundin, wir wechseln ein paar Worte und dann verabschieden wir uns wieder. "Ey, bleib mal stehen!", brüllt die Bordsteinschwalbe über die Straße. Sie hat Glück, die Musik ist leise und ich drehe mich um. "Is' was?", schnauze ich. "Du bist doch die Freundin von Pahea, huh?", motzt Barbie. Sie wirft ihre Haare nach hinten und kaut knatschend auf einem Kaugummi herum, so laut, dass ich es höre. Ich frage mich, wieso sie mich überhaupt anspricht, wenn sie dann eh nur herabwürdigend auf mich hinabschaut. "Nein, bin ich nicht. Musst mich verwechseln. Ich kenne keine Pahea.", keife ich und laufe weiter.
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Vielen Dank fürs Glück wünschen <3
AntwortenLöschenWirklich tolle Texte schreibst du! :)