"Hey Marlon, alles Liebe und Gute zum Geburtstag, ich hoffe du hast einen schönen Tag!"
Es ist das erste Mal nach Monaten, dass ich ihm schreibe. Über meinen gerade reaktivierten Account auf Facebook. Ich erwarte keine schnelle Antwort, deswegen blogge ich auf tumblr weiter und höre Musik. Mein Herz schlägt schneller, als ich etwas später sehe, dass er mir geantwortet hat.
"Danke! Hab ja lang nichts mehr von dir gehört, magst du mir mal deine Nummer schicken?"
Ich antworte, sage, dass es mir leid tut und gebe ihm meine Nummer.
Langsam wache ich auf, blinzle verschlafen und starre direkt in die grelle Sonne, welche in mein Zimmer scheint. Das Klingeln meines Handys hat mich geweckt, als ich auf den Display schaue, erkenne ich die Nummer nicht. "Hallo?", melde ich mich leise, noch in einem Traum versunken. "Kalea?", meldet sich eine helle Männerstimme. "Ja?" "Weißt du, wer hier ist?" Ich muss kurz überlegen, dann fällt es mir plötzlich ein, woher ich diese [wunderschöne] Stimme kenne. "Ja, Marlon!"
Ich frage, wie es ihm geht. Vielleicht erwähne ich, dass, wenn ich die Kurve nicht bekomme, mein Leben ruiniere. Ich erfahre, dass er mit seiner Freundin Schluss gemacht hat. Ich erzähle ihm, dass ich die Schule wechsle. "Auf welche Schule gehst du dann?" Ich sage ihm den Namen der Schule, er sagt nur: "Nein!" "Was Nein?" Ich lächle vor mich hin, glücklich und zufrieden. "Was machst du auf einer Schule in meiner Stadt? Dann könnte man sich ja jeden Tag sehen!", antwortet er. "Könnte man.", entgegne ich. Mein Lächeln wird größer. Ich habe ihn vermisst. Wir reden noch ein bisschen länger, über Familie, Schule, Leben. Als ich auflege, lache ich und fange beinahe an zu weinen.
Manche Menschen haben so einen großen Einfluss auf mich, viel mehr als Freunde, die ich jeden Tag sehe.
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