Ich streife die neue Hose über meine Beine, ziehe sie hoch. Ich nehme das schwarze Top aus dem Schrank und auch das dunkelblaue Langarmshirt. Ich gehe ins Schlafzimmer meiner Mama und schaue mich im Spiegel an. Das Top ist falsch herum, ich ziehe alles aus, wieder neu an. Ich beobachte jeden einzelnen Schritt den ich mache, nur um kurz darauf in Tränen auszubrechen. Man könnte meinen, ich wiege zweihundert Kilo, mit Beinen wie ein übergewichtiger Elefant, dicke Arme, Dreifachkinn, leider alles keine Einbildung. Ich ziehe alles wieder aus, meinen XXL-Pullover an, krame heftig in der Tasche. "Wo bist du wenn ich dich brauche?", murmele ich, wohl wissend, dass ich nichts von dem was gleich passieren wird bereuen werde. Alles ist egal, alles. Jeder geht, die, die noch da sind werden auch gehen, und keiner wird bleiben, den ich verletzen kann. Vielleicht ist es besser so, vielleicht ist es besser wenn ich alleine bin, niemand da, dem ich wehtun kann und vielleicht ist es ja das, was ich verdiene.
Ich bin wieder zurück, an dem Punkt, an dem mir alles egal ist, was mich und meinen Körper betrifft.

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