#8

"Pahea!", rufe ich über die Köpfe einer Gruppe hinweg. Mit einem großen Grinsen im Gesicht laufe ich auf dich zu. Ich nehme dich in meinen Arm, atme deinen Duft ein. Es geht mir gut, du bist hier. Ich schaue in dein Gesicht, du siehst toll aus. Deine Augen strahlen mich und alle um uns herum an. Du nimmst meine Hand, gemeinsam mit Leika und Mila laufen wir los, weg von den Leuten. "Gehen wir nach Hause?", fragt Leika. "Ich hab noch zwei Stunden Unterricht.", wende ich ein. Von Leika kommt nur ein "Haha". Entschuldige, dass ich besser bin, denke ich, doch im selben Moment weiß ich, dass ich es nicht so meine. Vor einem verschlossenem Tor meiner Schule setzen wir uns auf den Boden. Ihr redet über morgen. Du sagst, du gehst morgen zu deiner Oma. Ich freue mich auf die nächsten zwei Wochen mit dir. Die Wochenenden verbringen wir zusammen, das haben wir ausgemacht. "Und morgen Abend kommst du zu mir!", unterbreche ich euch, in meiner Stimme schwingt pure Freude mit. "Das geht nicht.", meint Leika. Fragend schaue ich sie an. "Warum geht das nicht?!" "Ja...Wir wollten morgen Abend 'Shutter Island' schauen.", entgegnet Leika mit einem ignorantem Blick auf den Boden. Diesen Scheiß-Film hast du schon zwanzig Mal geschaut, denke ich mir. Ich will Zeit mit dir alleine verbringen, in einer Gruppe werde ich doch eh ignoriert. "An den Wochenenden ist sie bei mir!" erwidere ich trotzig. Ich werde wütend. Du hast dich abends nicht einmal bei mir gemeldet, kein Wort von dir. Nicht einmal von Leika. Vielleicht war ich so naiv zu denken, dass dieses Mal alles besser läuft. "Das hast du aber nicht mit Pahea abgesprochen." "Oh doch, das habe ich!" Ich schaue zu dir, dann zu Leika und Mila. "Gehen wir jetzt mal?", fragt Leika. Mila und du nicken. Ihr steht auf, ich tue es euch nach. Enttäuscht laufe ich euch voraus, ohne ein weiteres Wort lasse ich euch hinter mir. Vor meinem Schuleingang setze ich ein Lächeln auf, stoße die Tür auf und laufe auf unseren Sportplatz. Ich setze mich auf den leicht feuchten Boden, überall liegen schon Blätter, bunt gefärbt. Unruhig durchwühle ich meine Tasche nach den Kopfhörern von meinem Handy. Als ich sie sehe, greife ich danach, stöpsle sie in mein Handy, mache die Musik an und drehe die Lautstärke auf. Tränen der Wut blinzle ich weg. Mir wird schlecht, ich renne auf die Wiese, welche hinter dem Sportplatz, direkt an der Straße liegt. Ich beuge mich nach vorne, würge. Doch nichts passiert. Ich binde meinen Schal nach hinten, würge wieder. Nichts. Der Gong hallt durch die Schule. Ich laufe zurück, klaube meine Sachen zusammen, setze wieder ein Lächeln auf und laufe über unseren Schulhof, vorbei an fremden Schülern, hoch zu meinem Klassenzimmer.

4 Kommentare:

  1. Dankeschön für's Bewerben. <3
    Nein, das würde mich sehr freuen. :)

    Schöner Blog.*-*

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  2. ich hab dich lieb meine süße! :*

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  3. ich hab zwar auch ein langweiliges leben, aber wenigstens schreib ich meine texte noch selbst. sowas is echt erbärmlich, wie dus gesagt hast!<3

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